Filmcrew am Set mit professioneller ARRI-Kinokamera

ARRI × pripares: Vom Linux-Treiber zur KI-gestützten Bildverarbeitung

Eine Partnerschaft seit 2001. Über 24 Jahre, drei Technologie-Epochen.

Über ARRI

Arnold & Richter Cine Technik (ARRI), München, gegründet 1917. Hersteller von Kamera- und Beleuchtungssystemen für Film und Medien. Die ALEXA-Kamerareihe steckt in rund 80 % der größten Kinoproduktionen weltweit. Bislang 18 Scientific and Engineering Awards der Oscar-Akademie.

Hollywood dreht mit ARRI-Kameras. pripares baut Software dafür.

Fast jeder mit dem Oscar für Beste Kamera ausgezeichnete Film der letzten 15 Jahre wie Gravity, 1917 und Dune wurde mit ARRI-Kameras gedreht.

Wie sich die Partnerschaft entwickelt hat

Linux und Film

Kinofilme wurden analog gedreht, digital bearbeitet und wieder auf Film ausbelichtet. ARRI lieferte die Geräte dafür. Wir sorgten dafür, dass die Software auf Linux lief.

  1. Der ARRILASER war der weltweit erste Filmrekorder mit Festkörper-Lasertechnologie - Entwicklung ab 1995, Markteinführung 1998/99. Das Gerät belichtet digital bearbeitete Bilddaten auf Film aus - der entscheidende letzte Schritt im Digital-Intermediate-Workflow. Der Windows-NT-Treiber machte Probleme und produzierte Ausschuss im Belichtungsprozess - ein teures Problem bei der Produktion hochwertiger Master-Tapes. Wir portierten den Treiber auf Linux und lösten damit das Stabilitätsproblem. Auftragsvolumen: 30.000 DM, mit 16 % Umsatzsteuer. Wenige Wochen später wurde der Euro eingeführt. Der Start der Zusammenarbeit fiel buchstäblich in die letzten Tage der alten Währung.

  2. 2002

    Academy Award für ARRILASER

    Die Academy zeichnete den ARRILASER mit dem Technical Achievement Award aus - das Gerät wurde Industriestandard für Digital Intermediate.

  3. Die Software lief über viele Jahre im Unternehmen, bevor sie später durch eine SAP-integrierte Lösung abgelöst wurde.

  4. Zusammen mit dem ARRILASER bildete der ARRISCAN das Rückgrat des Digital-Intermediate-Workflows: analog drehen, digitalisieren, digital bearbeiten, wieder auf Film ausbelichten. Wir entwickelten Software für beide Geräte und unterstützten ARRI umfassend beim Einsatz von Linux als Plattform.

Der digitale Sprung

Film wurde durch Sensor ersetzt. Hochauflösendes Bildmaterial musste in Echtzeit verarbeitet werden. Wir entwickelten die Software-Infrastruktur dafür mit.

  1. 2003

    ARRIs erste Digitalkamera

    ARRI brachte mit der Arriflex D-20 die erste eigene Digitalkamera heraus - Vorläufer der D-21 und schließlich der ALEXA ab 2010.

  2. Digitaler Dreh bedeutete: hochauflösendes Bildmaterial in Echtzeit verarbeiten. Herkömmliche CPU-Prozessierung reichte dafür nicht mehr aus. Die GPU-Pipelines, die wir für ARRI aufbauten, wurden zur Grundlage der digitalen Bildverarbeitung.

  3. Im Zuge der GPU-Arbeiten entstand ein Framework für grafische Oberflächen, das direkt auf Shader-Basis rendert. Seit knapp zwei Jahrzehnten läuft es in ARRI-Anwendungen - ohne Rewrite, ohne Ablösung. Architektur, die trägt.

  4. 2010

    Markteinführung der ALEXA

    ARRI stellte die ALEXA vor - die Kamera, die zum De-facto-Standard für Kinoproduktionen werden sollte.

  5. Mit dem Aufkommen der ALEXA und ihrer Nachfolgemodelle kam unsere Software direkt auf die Kameras - nicht mehr nur in die Postproduktionskette.

ARRIRAW und KI

Heute dreht sich vieles um ARRIRAW - ARRIs eigenes Rohbildformat - und um KI in der Postproduktion. Wir entwickeln das Referenztool dafür und arbeiten an der KI-Integration mit.

  1. ARRIRAW ist ARRIs proprietäres Rohbildformat - das digitale Äquivalent zum Kameranegativ. Es bewahrt die vollständige Farbreaktion und den Belichtungsspielraum des Sensors als unverarbeitete Rohdaten. Das ARC-SDK kommt auch in den Postproduktions-Tools von Adobe, Autodesk, Blackmagic, Colorfront, FilmLight und The Foundry zum Einsatz.

    Die ganze Story
  2. ART vereint ARC, ARRI Color Tool und ARRI Meta Extract und unterstützt ARRIs neueste REVEAL Color Science sowie den ADA-7 Debayer-Algorithmus.

  3. ONNX (Open Neural Network Exchange) ist ein offenes Austauschformat für Machine-Learning-Modelle. Es ermöglicht plattformübergreifende Inferenz auf unterschiedlicher Hardware (CPU, GPU, NPU). Damit wird KI-gestützte Bildoptimierung Schritt für Schritt Teil professioneller Film-Workflows.

  4. Für die gesamte Kamerapalette - ALEXA 35, ALEXA Mini LF, ALEXA LF, AMIRA, ALEXA Mini, ALEXA SXT-W und weitere - bietet ARRI interaktive Simulatoren als Lern- und Trainingstools an. Wir führen laufend Anpassungen und Weiterentwicklungen an den Oberflächen durch.

24 Jahre, drei Technologie-Epochen, ein Kunde. Solche Partnerschaften plant man nicht.

Sie entstehen, wenn die Arbeit sitzt - und wenn beide Seiten bereit sind, Technologiewechsel gemeinsam durchzugehen.

Wir bauen Lösungen, die mitwachsen

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